#labour rights?

16 Stunden Arbeitszeiten, unbezahlte und erzwungene Überstunden, vergitterte Fenster und Notausgänge, Gewaltandrohungen, sexuelle Misshandlungen, gesundheitsgefährdende Arbeit und Arbeitsplätze, Lohnzahlungen weit unter einem existenzsichernden Niveau. Die Bekleidungsindustrie ist ein gefährliche Branche, um zu arbeiten.

Die Kernarbeitsnormen der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) sichern den Arbeiter_innen grundlegende Rechte am Arbeitsplatz zu und sie sind überall auf der Welt allgemein verbindlich. Sie beinhalten das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit und von Diskriminierung, geben Arbeiter_innen Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen.

Adidas und die meisten anderen Unternehmen und Marken haben sich selber einen Verhaltenskodex gegeben, der sich meist auf diese Kernarbeitsnormen sowie auf jeweils nationale Gesetze stützt und manchmal noch darüber hinausgeht. Mehr als eine schöne Fassade ist das aber nicht, denn Schwachpunkt ist die Überwachung der Einhaltung dieser Standards.

Adidas lässt seine Zulieferunternehmen von der „unabhängigen“ Fair Labor Association (FLA) prüfen – die sie zusammen mit Nike gegründet hat und die bereits bei einer Überpüfung des Apple-Zulieferers Foxconn Anfang 2012 die katastrophalen Arbeitsbedingungen „übersehen“ hat: kurz nach der Untersuchung brachten sich 19 Arbeiter_innen auf dem Fabrikgelände um.

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Die Grundprinzipien der ILO
Adidas: Unsere “Workplace Standards”
Fair Labor Association