#keeping their word?

Das wachsende sozial-ökologische Bewusstsein von Konsument_innen hat bei vielen Bekleidungskonzernen dazu geführt, dass sie sich, um Absatzeinbußen und Imageschäden zu vermeiden, einen Verhaltenskodex gegeben haben, der grundlegende Arbeits- und Sozialstandards entlang der globalen Lieferketten festlegt. Bei der Produktion von College-Bekleidung für US-amerikanische Universitäten hat adidas außerdem verpflichtend einen vom Worker Rights Consortium erarbeiteten, rechtlich bindenden Sozialkodex unterzeichnet. Dieser legt fest, dass adidas die Arbeiter_innen von Zuliefererbetrieben wie firmeneigene Beschäftigte zu behandeln hat.

Trotz eindeutigen Verbindlichkeiten weist adidas mit vorgeschobenen Begründungen jegliche Verantwortung im Fall PT Kizone von sich und bricht damit sein Versprechen von fairen Arbeitsbedingungen. Der Sportartikelhersteller beweist damit, dass freiwillige Unternehmensverpflichtung oft nicht mehr als ein Marketinginstrument ist, mit dem sich profitorientierte Konzerne eine reine Weste überziehen wollen.

More information?
adidas-Group, Code of Conduct
Worker Rights Consortium, Code of Conduct (PDF)
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